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HONDA WN7 2026 ERSTER MOTORRAD TEST
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Honda WN7: Lautlose Kraft für die City

Zusammenfassung

Honda bringt mit der WN7 ein konsequent auf den urbanen Einsatz ausgelegtes Elektromotorrad in zwei Führerscheinvarianten (A1 und A2). Beide Modelle sind technisch identisch, unterscheiden sich jedoch in der Leistungsfreigabe. Die 9,3-kWh-Batterie ist tragendes Element des Rahmens und ermöglicht praxisnahe Reichweiten von rund 140 bis 150 Kilometern. Dank CCS2-Schnellladung sind 20 auf 80 Prozent in etwa 30 Minuten möglich. Highlight ist das sofort anliegende Drehmoment von 100 Nm, das für beeindruckende Beschleunigung sorgt – besonders im A2-Segment ein echtes Argument. Fahrwerk und Bremsen überzeugen mit straffer, direkter Abstimmung, die Agilität passt perfekt zur Stadt. Kritik gibt es für den harten, schmalen Sitz und den selbstbewussten Preis. Insgesamt bietet die WN7 viel Fahrspaß, moderne Technik und lautlose Dynamik für den Alltag.

Honda, als weltweit größter Hersteller von Motorrädern und Rollern, wagt mit der neuen WN7 – kurz für „Wind Naked 7“ – den nächsten Schritt in Richtung Elektromobilität. Der Name klingt nüchtern, fast schon technisch, doch das Konzept dahinter ist ambitioniert. Das Bike ist in zwei Varianten erhältlich: als A1- und als A2-Version. Technisch sind beide Modelle identisch, die Unterschiede liegen rein in der regulatorischen Einstufung – ein späteres Upgrade von A1 auf A2 ist daher nicht möglich. Herzstück der WN7 ist die tragende 9,3-kWh-Batterie, die integraler Bestandteil des Rahmens ist. Laut Hersteller liegt die Reichweite bei 140 Kilometern (A2) beziehungsweise 153 Kilometern (A1). Überraschend: Im Praxistest bewegen sich die realen Werte näher an den Werksangaben als erwartet – ein klarer Pluspunkt im oft geschönten Elektrosegment.

Drehmoment wie ein Donnerschlag

Geladen wird flexibel AC oder per CCS2-Schnellladung. An der Haushaltssteckdose dauert der Ladevorgang rund fünfeinhalb Stunden, an der Wallbox etwa 2,4 Stunden. Besonders praxisnah: Per Schnellladung lassen sich 20 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten nachladen – theoretisch gut für knapp 90 zusätzliche Kilometer. Auf der Straße überrascht die WN7 mit einem deutlich motorradtypischeren Fahrgefühl als gedacht. Das sofort anliegende Drehmoment von 100 Newtonmetern sorgt in beiden Versionen für kraftvollen Antritt, unabhängig von der Führerscheinklasse. 50 kW (68 PS) leistet die Version in der Spitze, die gedrosselte Variante kommt auf 11,2 kW (15 PS). Die Beschleunigung ist beeindruckend direkt, das Fahrwerk straffer als erwartet, die Bremsen bissig, aber gut dosierbar. Lediglich der 150er-Hinterreifen wirkt bei höherem Tempo minimal nervös – zugunsten spürbarer Agilität.

Technik, die mitdenkt

Vier Fahrmodi – von Eco bis Sport – verändern Gasannahme und Rekuperationsstärke spürbar. Letztere lässt sich zusätzlich über Schaltwippen justieren oder komplett deaktivieren, was beinahe einem klassischen Leerlaufgefühl entspricht. Das 5-Zoll-TFT-Display liefert alle relevanten Informationen übersichtlich, inklusive Reichweitenanzeige und Energierückgewinnung. Über die RoadSync-App sind Smartphone-Anbindung, Navigation und Kommunikationsfunktionen möglich. Kurven-ABS und Traktionskontrolle arbeiten schräglagenabhängig dank 6-Achsen-IMU, hinzu kommen Keyless-System, selbstrückstellende Blinker und Notbremssignal. Kritik verdient der sehr schmale und harte Sitz – für längere Etappen wenig komfortabel. Mit 800 Millimetern Sitzhöhe bleibt die Ergonomie dennoch zugänglich, die aufrechte Haltung unterstreicht den urbanen Charakter.

Lautlos durch die Großstadt

Optisch präsentiert sich die WN7 modern und klar gezeichnet. Die offen integrierte Batterie dominiert das Design, wird jedoch funktional durch seitliche Luftleitpaneele ergänzt. LED-Licht rundum, Lenkerendenspiegel und eine formschöne Einarmschwinge setzen hochwertige Akzente. In der Stadt spielt das Bike seine Stärken kompromisslos aus: lautloses Dahingleiten, keine Hitzeentwicklung im Stop-and-go-Verkehr, unmittelbare Beschleunigung an der Ampel. Der Preis liegt bei 15.409 Euro in Deutschland, 14.999 Euro in Österreich und 13.990 Franken in der Schweiz – kein Schnäppchen. Doch wer ein agiles, konsequent urban gedachtes Elektromotorrad mit echtem Fahrspaß sucht, bekommt hier ein durchdachtes Gesamtpaket, das besonders im A2-Segment neue Maßstäbe bei der Beschleunigung setzt.

Veröffentlichungsdatum: 07.03.2026

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