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HMW FOXE 2026 ERSTE FAHRT!
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HMW FoxE: Elektro-Spaß mit Seele

Zusammenfassung

Die HMW FoxE fühlt sich weniger wie ein Produktlaunch und mehr wie ein ehrliches Versprechen an: Motorradfahren neu zu denken, ohne die Seele zu verlieren. Mitten im Winter, bei Eis und Schnee, zeigt das kleine Elektrogerät, wofür es gebaut wurde – maximaler Spaß auf minimalem Raum, egal ob auf Forstwegen, im Gelände oder auf kurzen Asphaltstücken. Die Kombination aus kräftigem E-Antrieb, geringem Gewicht und straßenzugelassener Freiheit macht die FoxE zu einem Fahrzeug, das Hemmschwellen abbaut und Lust aufs Fahren weckt, selbst bei widrigsten Bedingungen. Man spürt, dass hier Motorradfahrer am Werk waren, keine reinen Theoretiker: Der Zweisitzer, der herausnehmbare Akku, der einfache Zugang und die robuste Bauweise zeigen Praxisnähe statt Marketing-Blabla. Ja, nicht alles ist perfekt – Bremsen und Gasannahme lassen Luft nach oben –, aber genau das macht den Charme aus. Die FoxE ist kein steriles Hightech-Spielzeug, sondern ein ehrliches Spaßgerät mit Charakter, das beweist, dass Elektromotorräder emotional, wild und verdammt lebendig sein können.

Zwei Welten treffen aufeinander – elektrisch und tief verschneit. Bei minus zehn Grad fällt die erste Fahrt mit der FoxE der neu belebten österreichischen Marke HMW alles andere als zimperlich aus. Vier Österreicher haben beschlossen, der traditionsreichen Marke neues Leben einzuhauchen – bewusst keine Neugründung, sondern ein moderner Neustart mit historischem Bezug. Wo es früher die Foxy mit Verbrennungsmotor gab, rollt heute die FoxE als elektrisches Pendant an den Start. Auch die legendäre ConnE kehrt zurück, allerdings als Elektroroller. Zusätzlich sind drei Verbrennermodelle geplant, die ebenfalls auf der Motorrad Austria zu sehen sein werden. Die FoxE versteht sich als straßenzugelassenes Elektro-„Mountainbike-Motorrad“, das gezielt Spaß im Gelände und auf kurzen Straßenetappen liefern soll – mit Features, die man so nicht überall findet.

45 km/h, aber volle Emotionen

Technisch ist die FoxE als 50-Kubik-Pendant (L1e) homologiert und auf 45 km/h begrenzt, schafft laut Tacho knapp 50 km/h und auf abgesperrter Strecke sogar bis zu 80 km/h. Herzstück ist ein 72-Volt-System mit zwei Leistungsstufen: In der legalen Version stehen 4 kW und satte 438 Nm Drehmoment zur Verfügung, im Race-Modus bis zu 8 kW und 545 Nm. Der Unterschied ist spürbar, aber nicht brachial. Die Reichweite wird je nach Fahrweise mit 70 bis 90 Kilometern angegeben, der herausnehmbare Akku ist in drei bis vier Stunden wieder vollgeladen – bequem auch in der Wohnung. Gefahren wird im Schnee, auf Eis, Forstwegen und Asphalt, was eindrucksvoll zeigt: Traktion ist mit Stollenreifen begrenzt, Fahrspaß aber reichlich vorhanden. Gerade im Gelände und auf weniger vereisten Passagen spielt das leichte, agile Konzept seine Stärken aus.

Zwischen Mountainbike und Motorrad

Beim Fahrwerk setzt HMW auf voll einstellbare Komponenten an Gabel und Federbein, die sich für einfaches bis mittleres Offroad ohne Probleme eignen. Dass die Konstruktion robust ist, beweist die Kooperation mit Masters of Dirt – inklusive Sprüngen über große Tables. Die FoxE ist zudem ein echter Zweisitzer, was in dieser Klasse selten ist, und vollständig straßenzugelassen. Auffällig ist der Mix aus Fahrrad- und Motorradelementen: Gabel, Schwinge, Kette und Bremsen erinnern stark an hochwertige Mountainbike-Technik, während Antrieb und Ergonomie klar motorradlastig sind. Die schmalen Reifen (19 Zoll vorne, 16 Zoll hinten), LED-Beleuchtung rundum, Fahrmodi-Umschaltung per Blinkerschalter, USB-Anschluss, klassisches Zündschloss und ein übersichtliches Display runden das Paket ab. Kritik gibt es bei der etwas ruppigen Gasannahme im Powermodus und bei den eher zahmen Bremsen, die gerne bissiger sein dürften.

Viel Fahrspaß, klare Haltung, fairer Preis

Unterm Strich liefert die FoxE genau das, was sie verspricht: maximalen Spaßfaktor bei minimaler Hemmschwelle. Ob Offroad-Spielzeug, Alltagsgerät oder legaler Spaßmacher für kurze Wege – das Konzept funktioniert. Mit einem Preis von 5.199 Euro (in Österreich bereits inklusive 350 Euro E-Förderung) positioniert sich HMW selbstbewusst, aber nicht unrealistisch. In Deutschland dürfte der Preis je nach Förderlage zwischen rund 5.000 und 5.500 Euro liegen. Dafür bekommt man ein straßenzugelassenes, vielseitiges Elektro-Motorrad mit Charakter, Zweisitzer-Freigabe und ehrlicher Motorrad-DNA. Der erste Aufschlag ist gelungen – und macht neugierig auf die kommenden Modelle der wiedererwachten Marke HMW.

Veröffentlichungsdatum: 02.02.2026

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