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Wetterdrama beim Kawasaki Ninja ZX-4RR Cup in Assen

Zusammenfassung

Beim vierten Lauf des Kawasaki Ninja ZX-4RR Cups in Assen, im Rahmen der IDM, lieferten sich die Nachwuchspiloten packende Rennen auf der legendären „Cathedral of Speed". Die Strecke forderte sowohl fahrerisches Können als auch Anpassungsfähigkeit an wechselnde Bedingungen. Felix Kauertz zeigte nach einer Verletzung eine beeindruckende Leistung und gewann beide Rennen. Im ersten Rennen setzte er sich in einem Fotofinish mit nur 0,051 Sekunden vor Ben Wiegner durch, während Niklas Böhlen als Dritter auf dem Podium stand. Am Sonntag, bei wechselhaftem Wetter und einsetzendem Regen, behielt Kauertz einen kühlen Kopf und sicherte sich erneut den Sieg mit einem Vorsprung von 3 Sekunden. Böhlen wurde Zweiter, Wiegner Dritter. Kauertz baute mit seinem Doppelsieg seine Führung in der Gesamtwertung aus und reist nun mit 20 Punkten Vorsprung zum Saisonfinale am Nürburgring. Der Kawasaki Ninja ZX-4RR Cup bietet den Nachwuchsfahrern eine perfekte Bühne, um sich im internationalen Umfeld zu beweisen.

Der vierte und vorletzte Lauf des Kawasaki Ninja ZX-4RR Cups im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) führte das Starterfeld auf die legendäre TT-Strecke in Assen. Der „Cathedral of Speed", wie der niederländische Kurs in der Szene genannt wird, gilt mit seinen schnellen Richtungswechseln, langen Kurvenkombinationen und dem traditionsreichen Schlussteil als eine der spektakulärsten Motorrad-Rennstrecken der Welt. Für die Nachwuchspiloten des Cups bedeutete das nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch die große Bühne: Sie fuhren erneut im hochkarätigen Umfeld der IDM, Seite an Seite mit den Top-Teams und internationalen Stars der deutschen Straßenrennsport-Szene. Inmitten der professionellen Strukturen der Meisterschaft bot sich den jungen Talenten die perfekte Gelegenheit, ihr Können zu zeigen und wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln. Bei nahezu perfekten Bedingungen am Samstag und einsetzendem Regen am Sonntag erlebten die Zuschauer zwei hochspannende Rennen, in denen sich die Cup-Piloten keinen Zentimeter schenkten – und damit einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, dass der Kawasaki Ninja ZX-4RR Cup ein echtes Sprungbrett in den professionellen Rennsport ist und jede Menge Spaß bietet.

Packende Rennen und ein dramatisches Finish

Schon im Qualifying zeichnete sich die enge Leistungsdichte ab: Felix Kauertz (#37) ging trotz frisch überstandener Schlüsselbeinoperation von Startplatz drei ins Rennen, während Ben Wiegner (#26) und Niklas Böhlen (#91) die erste Reihe komplettierten. Das Rennen entwickelte sich zu einem packenden Schlagabtausch an der Spitze. Kauertz erwischte den besten Start und bog als Führender in die erste Kurve ein – eine Position, die er bis ins Ziel gegen den permanent attackierenden Wiegner verteidigen konnte. Nach zehn Runden und einem Schnitt von über 144 km/h entschied schließlich das berühmte „Assen-Finish": Mit nur 0,051 Sekunden Vorsprung sicherte sich Kauertz den Sieg vor Wiegner. Böhlen komplettierte als Dritter das Podium. Dahinter fuhr Luna Köckritz (#20) ein starkes Rennen auf Platz vier, während Gido Nittke (#12) sich im Duell mit Justus Weinke (#44) durchsetzte und als Fünfter die Ziellinie kreuzte. Gaststarter Jens Ripke (#G2) überzeugte bei seinem ersten Kawasaki-Einsatz mit Rang sieben. Am Sonntag zeigte sich das berüchtigte Assen-Wetter: Während das Feld zunächst bei trockenen Bedingungen ins zweite Rennen startete, setzte zur Rennmitte leichter Regen ein – und brachte zusätzliche Spannung. Wieder war es Kauertz, der den besten Start erwischte und sich an die Spitze setzte. Hinter ihm entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Niklas Böhlen, Ben Wiegner und Gido Nittke.

Kauertz dominiert bei wechselhaften Bedingungen und baut Gesamtführung aus

Mit kühlem Kopf nutzte Kauertz die wechselnden Bedingungen am besten aus und gewann souverän mit 3,0 Sekunden Vorsprung. Böhlen erkämpfte Platz zwei vor Wiegner, der nach einer Zeitstrafe knapp dahinter als Dritter gewertet wurde. Starke Vorstellungen zeigten auch Nittke, der sich bis auf Rang vier nach vorne kämpfte, sowie Ripke, der den Regen als Chance nutzte und als Fünfter ins Ziel kam. Felix Kauertz zeigte sich erleichtert: „Vor zwei Wochen wusste ich noch nicht, ob ich überhaupt fahren kann – jetzt habe ich beide Rennen gewonnen. Vor allem das erste Rennen im direkten Duell gegen Ben war unglaublich knapp, und im zweiten Rennen konnte ich die schwierigen Wetterbedingungen mit einsetzendem Regen etwas besser als meine Verfolger Ben und Niklas meistern." Gido Nittke bilanzierte sein Wochenende zufrieden: „Rennen eins war ein harter Kampf, den ich auf Platz fünf abschließen konnte. Als es am Sonntag zu regnen begann, habe ich gepusht und konnte mich noch bis auf Rang vier vorarbeiten. Für uns ein richtig starkes Ergebnis." Gaststarter Jens Ripke blickte ebenfalls begeistert zurück: „Mein erstes Wochenende im Cup und gleich Platz sieben und fünf – das hätte ich mir kaum besser vorstellen können. Vor allem mit einsetzendem Regen war es ein Erlebnis, mit der ZX-4RR so weit nach vorn fahren zu können." Mit seinem Doppelsieg in Assen baute Kauertz seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus und reist nun mit 20 Punkten Vorsprung zum Saisonfinale am Nürburgring.

Veröffentlichungsdatum: 28.08.2025

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